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ERP-Systeme effizienter nutzen

Novem­ber 6, 2016

Indus­trie 4.0? Man­cher ver­steht den Hype nicht. Sind es nicht statt­des­sen Pro­zes­se, Orga­ni­sa­ti­on, ERP, die ein KMU im Maschi­nen­bau, im Anla­gen­bau, in der pro­du­zie­ren­den Indus­trie aktu­ell tat­säch­lich bewe­gen?

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ERP-Systeme effizienter nutzen

Novem­ber 6, 2016 . By con­da . Lea­ve Com­ment

Haben Sie schon mal über ein Audit Ihrer ERP- und Software-Landschaft nachgedacht?

 

ERP-Audit:

ERP-Systeme effizienter nutzen



   
 

Haben Sie sich bei der Nut­zung eines ERP-Sys­tems schon mal zur fol­gen­den Fra­ge Gedan­ken gemacht: wie effek­tiv ist Ihr ERP und wie effi­zi­ent nut­zen Sie es? Zur Ver­deut­li­chung: effek­tiv ist all das, was mich der Errei­chung mei­nes Ziels näher bringt. Dar­über­hin­aus ist es auch noch effi­zi­ent, wenn das mög­lichst wirt­schaft­lich geschieht. Aber: nicht alles, was effek­tiv ist, muss gleich­zei­tig auch wirt­schaft­lich sein, und nicht alles, was effi­zi­ent ist, dient der Ziel­er­rei­chung, also der Effek­ti­vi­tät. Erstre­bens­wert – aller­dings sel­ten erreicht – ist der Zustand gleich­zei­ti­ger hoher Effek­ti­vi­tät und Effi­zi­enz. Selbst­ver­ständ­lich ist auch für den Ein­satz eines ERP-Sys­tems die­ser Zustand erstre­bens­wert.
ERP kann ein effek­ti­ves Werk­zeug sein, wenn es um die Errei­chung von Unter­neh­mens­zie­len geht. Die­se Zie­le beschrän­ken sich nicht auf pure Soft­ware- oder IT-Aspek­te:
- Kos­ten sen­ken, Ratio­na­li­sie­rungs­po­ten­zia­le rea­li­sie­ren;
- Soft­ware-Land­schaft kon­so­li­die­ren („Inseln“ besei­ti­gen), Umstieg auf ein zukunfts­fä­hi­ges Sys­tem;
- Abläu­fe ver­ein­fa­chen, Pro­zess­kos­ten sen­ken, Fle­xi­bi­li­tät und Schnel­lig­keit stei­gern;
- Funk­ti­ons­um­fang erwei­tern, Anwen­der­freund­lich­keit ver­bes­sern;
- Infor­ma­ti­ons-Qua­li­tät und –Ver­füg­bar­keit stei­gern.

Auch wenn es Unter­neh­men gibt, die – bewusst oder unbe­wusst — kei­ne ein­deu­ti­gen oder mess­ba­ren Zie­le für den ERP-Ein­satz defi­nie­ren, kann man ins­ge­samt – wohl­wol­lend betrach­tet – fest­stel­len, dass man durch den Ein­satz eines ERP’s effek­ti­ver wird. Falls ein Unter­neh­men aber Zie­le für den ERP-Ein­satz for­mu­liert hat, wird den­noch eine Betrach­tung der Effek­ti­vi­tät höchst sel­ten ange­stellt, zumal sich bei eini­gen Ziel­set­zun­gen erst nach gerau­mer Zeit fest­stel­len lässt, wie effek­tiv sie erreicht wur­den. Um den­noch die­ses wich­ti­ge Kri­te­ri­um für die Unter­neh­mens­steue­rung nutz­bar zu machen, kön­nen Kenn­zah­len für den ERP-Ein­satz ermit­telt wer­den, auch wenn das ERP sich schon im Ein­satz befin­det (z.B. Vor­her-/Nach­her-Ana­ly­sen):
- Durch­lauf­zeit von Auf­trä­gen
- Dau­er von Monats- oder Jah­res­ab­schluss
- Pro­zess­kos­ten in Bereich –xy-
- Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tio­nen
- Pro­zess­ab­de­ckung
- etc.
Aber Effek­ti­vi­tät ist nur die eine Sei­te der Medail­le; Effi­zi­enz ist die ande­re! Die Ein­füh­rung eines ERP-Sys­tems ist für vie­le Unter­neh­men mit der­art hohen Kos­ten ver­bun­den, dass nicht sel­ten die Inves­ti­ti­ons-Bud­gets für ein oder gar zwei Jah­re von die­sem Vor­ha­ben domi­niert wer­den. Ver­gleich­bar zum Ein­satz einer neu­en Maschi­ne soll­te man mei­nen, dass Effi­zi­enz das obers­te Gebot bei der ERP-Nut­zung sei! Bei einer Maschi­ne wird schließ­lich auch ste­tig geprüft und con­trol­led, ob die Wirt­schaft­lich­keit gege­ben ist. Aber bei ERP? Ein­mal ein­ge­führt schaut man nicht mehr so genau hin. Wer über­prüft hier, ob die Unter­stüt­zung durch das neue Sys­tem wirt­schaft­lich ist, ob sich durch ERP-Ein­satz die Pro­fi­ta­bi­li­tät des Unter­neh­mens ver­bes­sert? Wie effi­zi­ent wird das neue Sys­tem ein­ge­setzt, oder wer­den Res­sour­cen ver­geu­det? Vor der Beant­wor­tung der­ar­ti­ger Fra­gen drückt man sich ger­ne, weil – beson­ders vor dem Hin­ter­grund der hohen Inves­ti­ti­on – unan­ge­neh­me Wahr­hei­ten ans Tages­licht kom­men kön­nen. Die­se Scheu­klap­pen müs­sen auf jeden Fall besei­tigt wer­den, Schuld­zu­wei­sun­gen sind fehl am Platz! Denn der ERP-Ein­satz unter­liegt tag­täg­lich vie­len Ein­flüs­sen und gar Blo­cka­den oder Atta­cken (in der Regel schlei­chend, unver­meid­bar, unge­wollt und unbe­wusst), die nega­ti­ve Fol­gen für den effi­zi­en­ten Ein­satz haben. Die Besei­ti­gung der Fol­gen die­ser nega­ti­ven Ein­flüs­se führt unver­meid­lich zu fol­gen­den Situa­tio­nen:
- es muss Kapi­tal ein­ge­setzt wer­den.
- inter­ne und exter­ne Man­power wird gebun­den.
- es ver­geht teil­wei­se viel Zeit, bis neue Lösun­gen gefun­den und eta­bliert sind.
- es muss neu­es Fach­wis­sen, even­tu­ell sogar ein neu­er Mit­ar­bei­ter auf­ge­baut wer­den.
Wenn Ver­ant­wort­li­che dann vor kri­ti­schen Fra­gen und unan­ge­neh­men Ant­wor­ten zurück­schre­cken, scha­det das dem Unter­neh­men mehr als es hilft. Wie in aller Regel: offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und selbst­kri­ti­sche Unter­neh­mens­kul­tur hel­fen enorm, die­sen Effi­zi­enz-Fal­len aus dem Weg gehen zu kön­nen.

Abschlie­ßend ein – sicher nicht kom­plet­tes — Lis­ting mög­li­cher Effi­zi­enz-Fal­len:

➤ „sub-opti­ma­ler“ ERP-Ein­satz:
oooo • vie­le Mög­lich­kei­ten des Sys­tems lie­gen brach.
oooo • Es ent­ste­hen neue Soft­ware-Inseln (es gibt vie­le Grün­de; hier nur ooooo eini­ge Bei­spie­le):
oooo­xxxx — aus Unkennt­nis der bereits vor­han­de­nen Mög­lich­kei­ten.
oooo­xxxx — eine 95%-Lösung ist ver­meint­lich nicht gut genug.
oooo­xxxx — Unwil­le zu Pro­zess-Ver­än­de­run­gen
oooo­xxxx — Bereichs­schran­ken
oooo • Daten-Fried­hö­fe: es wer­den vie­le Daten erfasst (viel­leicht sogar in ooooo guter Qua­li­tät), dann aber „ein­ge­gra­ben und ver­ges­sen“.
oooo • Pro­zes­se wer­den zu kom­plex gestal­tet, man hält an „alten Zöp­fen“ ooooo fest.
➤ Schu­lung:
oooo • sind die Mit­ar­bei­ter aus­rei­chend geschult wor­den?
oooo • Wer­den regel­mä­ßig Nach­schu­lun­gen vor­ge­nom­men?
➤ Aktua­li­tät des ERP-Sys­tems:
oooo • Wird das ERP im Unter­neh­men selbst auf der Höhe der Zeit
ooooo gehal­ten?
oooo • Wird das ERP durch den Anbie­ter auf der Höhe der Zeit gehal­ten?
➤ ERP-Admi­nis­tra­ti­on:
oooo • Ist das ERP-Team über Neu-Ent­wick­lun­gen infor­miert?
oooo • Ist das ERP-Team an der Gestal­tung der Pro­zes­se betei­ligt?
oooo • Erfolgt ein Moni­to­ring der Ver­än­de­run­gen in Orga­ni­sa­ti­on und ooooo Pro­zes­sen, um die­se ggfs. im ERP abzu­bil­den?
➤ Daten­fluss:
oooo • Sind die tech­ni­schen und kauf­män­ni­schen Sys­te­me im sinn­vol­len ooooo Maße mit­ein­an­der ver­netzt?
oooo • wird dop­pel­te Daten­hal­tung ver­mie­den?
oooo • wer­den Daten von einem zum ande­ren Sys­tem – über uni- oder ooooo bi-direk­tio­na­le Schnitt­stel­len – wei­ter­ge­reicht, um:
oooo­xxxx — Dop­pel­ein­ga­be von Daten zu ver­mei­den?
oooo­xxxx — Daten aus Berei­chen zur Ver­fü­gung zu stel­len, die zur
ooooo­xxxx Ver­bes­se­rung und Unter­stüt­zung eines Pro­zes­ses
ooooo­xxxx an ande­rer Stel­le die­nen kön­nen?
oooo­xxxx — die Arbeit von räum­lich getrenn­ten Teams an einem
ooooo­xxxx gemein­sa­men Pro­jekt ermög­li­chen zu kön­nen?
➤ Stamm­da­ten:
oooo • Man­gel­haf­te Stamm­da­ten-Qua­li­tät (gleich ob tech­nisch,
ooooo kauf­män­nisch, ver­trieb­lich):
oooo­xxxx — ist viel­fach Aus­gangs­punkt für ein neu­es Soft­ware-Pro­jekt.
oooo­xxxx — führt zu Daten-Fried­hö­fen.
oooo­xxxx — bedeu­tet viel Auf­wand ohne Nut­zen.
oooo • Eine sinn­vol­le und gut durch­dach­te Stamm­da­ten-Struk­tur
ooooo ermög­licht Ana­ly­sen und Aus­wer­tun­gen in hoher Qua­li­tät,
ooooo mit gerin­gem Auf­wand, mit schnel­ler Ver­füg­bar­keit.
oooo • Stamm­da­ten, gut struk­tu­riert und in hoher Qua­li­tät, sind
ooooo unab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung, um Pro­zes­se (tech­nisch und
ooooo kauf­män­nisch) zuneh­mend auto­ma­ti­sie­ren zu kön­nen (z.B.
ooooo Grund­be­din­gung für zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung in der Fer­ti­gung).

Ein ERP-Audit lohnt sich!

 
ERP-Audit — ERP-Sys­te­me effi­zi­en­ter nut­zen! — Roland Dam­mers CON.DA Unter­neh­mens­be­ra­tung -

Prozesse, ERP oder Industrie 4.0

März 10, 2016

Indus­trie 4.0? Man­cher ver­steht den Hype nicht. Sind es nicht statt­des­sen Pro­zes­se, Orga­ni­sa­ti­on, ERP, die ein KMU im Maschi­nen­bau, im Anla­gen­bau, in der pro­du­zie­ren­den Indus­trie aktu­ell tat­säch­lich bewe­gen?

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Prozesse, ERP oder Industrie 4.0

März 10, 2016 . By con­da . Lea­ve Com­ment

Prozesse, ERP, oder Industrie 4.0:

Was treibt den Maschinen- und Anlagen-bauenden Einzelfertiger?

Man­chem klei­ne­ren und mitt­le­ren Unter­neh­men im Maschi­nen- und Anla­gen­bau mag das gro­ße Auf­se­hen um Indus­trie 4.0 selt­sam, viel­leicht auch unver­ständ­lich vor­kom­men. Vor­ran­gig kon­zen­triert man sich auch wei­ter­hin auf Pro­zess- und Sys­tem­op­ti­mie­rung, um den Her­aus­for­de­run­gen gerecht zu wer­den.

Die Visi­on für Indus­trie 4.0 for­mu­liert als Ziel­set­zung die „wirt­schaft­li­che Fer­ti­gung der Los­grö­ße 1 bei Ver­mei­dung von Leer­lauf­kos­ten“. Den­noch ist für vie­le Ein­zel­fer­ti­ger Indus­trie 4.0 aktu­ell noch kein The­ma. Laut VDMA-Stu­die INDUSTRIE 4.0-READINESS (Okto­ber 2015) beschäf­ti­gen sich vor­nehm­lich grö­ße­re Unter­neh­men mit „cyber-phy­si­cal sys­tems“. Ins­ge­samt aber ist für mehr als 70% der befrag­ten Teil­neh­mer im Maschi­nen- und Anla­gen­bau Indus­trie 4.0 — wenn über­haupt — nur am Ran­de von Bedeu­tung; in der Metall-ver­ar­bei­tung sind es gar 90%.

Die Ursa­chen dafür sind rela­tiv klar:
- „Best Practice“-Beispiele für den Ein­zel­fer­ti­ger sind sehr rar.
- eine Kos­ten-Nut­zen-Kal­ku­la­ti­on ist sehr vage.
- die mit Indus­trie 4.0 ein­her­ge­hen­den Ver­än­de­run­gen in der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te und im Unter­neh­men selbst kön­nen bis­her kaum kon­kret gefasst wer­den.
- KMU’s stel­len kei­ne eige­nen Res­sour­cen für ein Indus­trie 4.0-Projekt zur Ver­fü­gung, bzw. es gibt die­se Res­sour­cen hier gar nicht.
- In Pro­jek­ten zur Moder­ni­sie­rung oder Ein­füh­rung von ERP-Sys­te­men, bzw. im Pro­zess- und Sys­tem-Re-Engi­nee­ring lie­gen für vie­le Unter­neh­men auf abseh­ba­re Zeit noch die grö­ße­ren, schnel­ler zu errei­chen­den Ver­bes­se­rungs-Poten­zia­le.

Natür­lich heißt das nicht, dass man Indus­trie 4.0 für die nächs­ten 10 Jah­re erst mal beru­higt igno­rie­ren kann. Ein vor­aus­schau­en­der Unter­neh­mer — nicht nur im Maschi­nen- und Anla­gen­bau — wird die Ent­wick­lung sorg­fäl­tig beob­ach­ten. Er ent­wi­ckelt sein Geschäfts­mo­dell zukunfts­ori­en­tiert der­art wei­ter, dass er den Anfor­de­run­gen sei­ner Märk­te und der Wett­be­werbs­si­tua­ti­on mög­lichst opti­mal gerecht wird. Dar­un­ter fin­den sich selbst­ver­ständ­lich auch Werk­zeu­ge, Sys­te­me, Maß­nah­men, die eine kon­se­quen­te „digi­ta­le“ Wei­ter­ent­wick­lung des Unter­neh­mens bedeu­ten. Die Ergän­zung und Ver­knüp­fung von ERP-Funk­tio­na­li­tä­ten bei­spiels­wei­se mit Pro­dukt­da­ten-Manage­ment — PDM oder Manu­fac­tu­ring Exe­cu­ti­on Sys­tem – MES sind wich­ti­ge Schrit­te die­ses Pro­zes­ses. Nach heu­ti­gem Sprach­ge­brauch wäre das Unter­neh­men damit schon auf einem guten Weg hin zu „Ready for Inter­net of Things“.

Auch wenn für die meis­ten Ein­zel­fer­ti­ger Indus­trie 4.0 aktu­ell nicht die höchs­te Prio­ri­tät hat, wird man sich die­sem Trend der zuneh­mend „daten-getrie­be­nen Wert­schöp­fungs­ket­te“ nicht ver­schlie­ßen kön­nen. Wenn zu kal­ku­lier­ba­ren und ver­tret­ba­ren Kos­ten die Wert­schöp­fungs­ket­te durch Digi­ta­li­sie­rung opti­miert wer­den kann, dann wer­den auch vie­le KMU-Ein­zel­fer­ti­ger ihre Prio­ri­tä­ten neu set­zen. Eile besteht nicht, denn die Fle­xi­bi­li­tät und Reak­ti­ons­fä­hig­keit dazu ist auf jeden Fall vor­han­den. Den­noch ist es wich­tig, vor­be­rei­tet zu sein. Die Basis für Indus­trie 4.0 ist eine ent­spre­chen­de Aus­rich­tung und ste­ti­ge Opti­mie­rung von Pro­zes­sen, Sys­te­men und Orga­ni­sa­ti­on. Doch dies allei­ne reicht nicht aus: neben einer gefes­tig­ten Struk­tur und opti­mier­ten Sys­tem­land­schaft ist eine grund­sätz­lich posi­ti­ve Ein­stel­lung des Unter­neh­mens hin­sicht­lich einer fort­schrei­ten­den „Digi­ta­li­sie­rung des Geschäfts­mo­dells“ unab­ding­bar.

Pro­zes­se, ERP, oder Indus­trie 4.0: Was treibt den Maschi­nen- und Anla­gen-bau­en­den Ein­zel­fer­ti­ger? — Roland Dam­mers CON.DA Unter­neh­mens­be­ra­tung -

Das “Dilemma” bei Auswahl und Betrieb eines ERP-Systems — Teil 1

Janu­ar 4, 2016

In der Aus­wahl- und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­pha­se eines ERP-Pro­jek­tes stellt sich in der Regel die Fra­ge: Passt das ERP-Sys­tem zu unse­ren Pro­zes­sen? Für ein Unter­neh­men, des­sen Kern­kom­pe­tenz eben nicht die Aus­wahl eines ERP-Sys­tems ist, ist dies eine nicht ein­fach zu beant­wor­ten­de Fra­ge!

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Das “Dilemma” bei Auswahl und Betrieb eines ERP-Systems — Teil 1

Janu­ar 4, 2016 . By con­da . Lea­ve Com­ment

Das Dilemma bei Auswahl und
Betrieb eines ERP-Systems:

 

Prozesse oder Software anpassen?

  [cap­ti­on id=“attachment_671” align=“alignleft” width=“300”]Sanierung von Software-Projekten Aus­wahl und Imple­men­tie­rung von ERP-Systemen[/caption]
Teil 1: die Aus­wahl- und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­pha­se
In der Aus­wahl- und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­pha­se eines ERP-Pro­jek­tes stellt sich in der Regel die Fra­ge: Passt das ERP-Sys­tem zu unse­ren Pro­zes­sen? Für ein Unter­neh­men, des­sen Kern­kom­pe­tenz eben nicht die Aus­wahl eines ERP-Sys­tems ist, ist dies eine nicht ein­fach zu beant­wor­ten­de Fra­ge! Vie­le Pro­jek­te zur Aus­wahl eines ERP-Sys­tems wer­den mit dem Vor­satz gestar­tet: „Wir ändern nicht die Soft­ware! Wir pas­sen unse­re Pro­zes­se an!“. So gewinnt also die Aus­wahl der „rich­ti­gen“ Soft­ware immens an Bedeu­tung. Schließ­lich hat man sich ja vor­ge­nom­men, den Soft­ware-Stan­dard ein­zu­set­zen, also kein Geld für Anpas­sun­gen aus­zu­ge­ben. Gleich­zei­tig möch­te man natür­lich die Pro­zes­se im Unter­neh­men so wenig wie mög­lich anpas­sen, da auch das mit viel Auf­wand, Rei­bungs­ver­lus­ten und Erfolgs­ri­si­ko ver­bun­den ist. Schnell ist man ver­sucht zu sagen, dass eine Kom­bi­na­ti­on von Soft­ware- und Pro­zess-Anpas­sung der „gol­de­ne“ Weg ist. Aber: ist das wirk­lich die für das Unter­neh­men pas­sen­de Vor­ge­hens­wei­se? Pau­schal lässt sich die­se Fra­ge nicht beant­wor­ten. Vie­le unter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Fak­to­ren neh­men Ein­fluss auf eine mög­lichst opti­ma­le Vor­ge­hens­wei­se: — soll ein vor­han­de­nes ERP-Sys­tem ersetzt oder moder­ni­siert wer­den? — soll erst­ma­lig ein umfas­sen­des ERP-Sys­tem ein­ge­setzt wer­den, d.h. müs­sen — in der Regel schon exis­tie­ren­de — Insel­lö­sun­gen abge­löst wer­den? — sind die exis­tie­ren­den Pro­zes­se nicht mehr zeit­ge­mäß, ver­al­tet, inef­fi­zi­ent? — hat sich die Unter­neh­mens­si­tua­ti­on oder der Geschäfts­ge­gen­stand ver­än­dert? — hat sich die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on oder das Unter­neh­mens­um­feld gewan­delt? Hier­zu gesellt sich ein wei­te­res Bün­del an Aspek­ten, des­sen Beach­tung aber zur Beant­wor­tung der ein­gangs gestell­ten Fra­ge kei­nes­wegs eine gerin­ge­re Prio­ri­tät hat: — wie fort­ge­schrit­ten ist das Unter­neh­men im Ein­satz von ERP und ande­ren Soft­ware-Sys­te­men? — wie hoch ist der Stel­len­wert des ERP-Ein­sat­zes im Unter­neh­men? — wie hoch ist die Bereit­schaft zur Inves­ti­ti­on in ERP-Sys­tem, Pro­zes­se und Orga­ni­sa­ti­on? — wel­che Ein­schät­zun­gen und Erwar­tun­gen gibt es hin­sicht­lich des ROI? — wel­che Unter­stüt­zung sei­tens des Manage­ments ist vor­han­den? — auf wel­che eige­nen Res­sour­cen kann zurück­ge­grif­fen wer­den? — was über­wiegt: Behar­rungs­ver­mö­gen oder Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft? Ein erfolg­rei­ches ERP-Pro­jekt beginnt also nicht erst mit der Aus­wahl der „rich­ti­gen“ Soft­ware. Ein Unter­neh­men, das sich auf den Weg zu „moder­nem“ ERP macht, hat bereits im Vor­feld die Situa­ti­on sehr tief­ge­hend ana­ly­siert und Chan­cen und Risi­ken abge­wo­gen. Gera­de auch für ein Klein- und Mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men ist dabei der Spie­gel, der ihm von einem neu­tra­len Part­ner vor­ge­hal­ten wird, oft ein wert­vol­les Instru­ment zur Ent­schei­dungs­fin­dung: pas­sen wir die Pro­zes­se oder die Soft­ware an?


Teil 2: Die Betriebs­pha­se

Das “Dilemma” bei Auswahl und Betrieb eines ERP-Systems — Teil 2

Okto­ber 20, 2015

Häu­fig ändert sich im Lau­fe der ERP-Betriebs­pha­se eine wich­ti­ge Fra­ge­stel­lung aus der Aus­wahl- und Imple­men­tie­rungs­pha­se. Jetzt heißt es: pas­sen unse­re Pro­zes­se (noch?) zur gewähl­ten Soft­ware?

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Das “Dilemma” bei Auswahl und Betrieb eines ERP-Systems — Teil 2

Okto­ber 20, 2015 . By con­da . Lea­ve Com­ment

Das Dilemma bei Auswahl und
Betrieb eines ERP-Systems:

 

Prozesse oder Software anpassen?

  Sanierung von Software-Projekten
Teil 2: die Betriebs­pha­se
In der Betriebs­pha­se eines ERP-Sys­tems dreht sich erstaun­li­cher­wei­se (oder auch nicht?) die in der Aus­wahl­pha­se gestell­te Fra­ge häu­fig genug um. Nun heißt es: „Unse­re Pro­zes­se pas­sen nicht zum ERP! Haben wir das rich­ti­ge ERP gewählt?“.

Wor­an liegt das? Man hat doch die Unter­neh­mens­si­tua­ti­on und die Vor­aus­set­zun­gen sel­ber inten­siv geprüft und auch durch Drit­te ana­ly­sie­ren las­sen. Hat man etwa den­noch Feh­ler im Aus­wahl­pro­zess oder in der Imple­men­tie­rung gemacht?
Nun, ganz aus­zu­schlie­ßen ist das nicht. Diver­se Stu­di­en berich­ten von hohen Pro­zent­zah­len, in denen in ERP-Pro­jek­ten die Zie­le nicht erreicht wur­den. Ganz dra­ma­tisch wird es, wenn Ein­füh­rungs­pro­jek­te gar abge­bro­chen wer­den müs­sen, weil so ziem­lich alles aus dem Ruder läuft und nur wenig funk­tio­niert (jüngs­tes Bei­spiel: Frachts­par­te eines deut­schen Logis­tik-Unter­neh­mens, Okt. 2015). Bei man­chen Pro­jek­ten ist bereits beim „go-live“ klar, dass eini­ge Zie­le nicht erreicht wur­den oder über­haupt erreich­bar sind. In der Regel wer­den Zeit- und Kos­ten­zie­le nicht ein­ge­hal­ten; es gibt aber auch Defi­zi­te, weil die Soft­ware die in der Pro­jekt­pha­se ver­spro­che­nen Funk­tio­na­li­tä­ten nicht zufrie­den­stel­lend abbil­den kann oder Pro­zes­se nicht in beab­sich­tig­tem Maße ange­passt wer­den konn­ten.

Bei ande­ren ERP-Pro­jek­ten wird erst im Lau­fe der Zeit (nach Mona­ten oder Jah­ren) deut­lich, dass man man­chen Ziel­set­zun­gen hin­ter­her hinkt oder sich gar wei­ter davon ent­fernt. Hier muss man oft fest­stel­len, dass „ein­mal imple­men­tiert“ nicht heißt, dass in Bezug auf ERP jetzt für die nächs­ten 10 Jah­re alles erle­digt und gut ist. Der Betrieb eines ERP-Sys­tems, des „Ner­ven­sys­tems“ des Unter­neh­mens, erfor­dert stän­di­ge Betreu­ung und Beob­ach­tung der Ent­wick­lun­gen in Orga­ni­sa­ti­on und auch der Soft­ware sel­ber. Ver­säumt man dies, ist mög­li­cher­wei­se die „Imple­men­tie­rung“ – nicht die Soft­ware sel­ber – schnell ver­al­tet, bzw. der „ERP-Anzug“ passt nicht mehr. Man muss dann fest­stel­len, dass man bei­spiels­wei­se auf­grund Ver­än­de­rungs­un­wil­lig­keit, zu gro­ßem orga­ni­sa­to­ri­schen Behar­rungs­ver­mö­gen und nicht genü­gend kon­se­quen­ter Anpas­sung von Pro­zes­sen in alte Mus­ter zurück­fällt.

Aber auch ande­re Aspek­te kön­nen unter­neh­mens­in­tern zu einer Ver­schlech­te­rung der „ERP-Effi­zi­enz“ füh­ren:
- Das Unter­neh­men ändert sich, aber die Pro­zes­se und deren Abbil­dung in der Soft­ware wer­den nicht ange­passt.
- Umwelt und Anfor­de­run­gen an das Unter­neh­men ändern sich, das ERP-Sys­tem wird aber nicht ange­passt.
- Die Soft­ware ent­wi­ckelt sich wei­ter, man geht die­se Ent­wick­lung aber nicht mit.
- Lösun­gen für neue Anfor­de­run­gen oder Fra­ge­stel­lun­gen wer­den außer­halb des ERP – mit nicht inte­grier­ten Sys­te­men — gesucht und eta­bliert ⇒ erneu­te „Insel­bil­dung“.
- Die Ana­ly­se der ver­füg­ba­ren gemein­sa­men Daten­ba­sis erfolgt nicht koor­di­niert und nach fest­ge­leg­ten Regeln ⇒ jeder erstellt sei­ne eige­ne Sta­tis­tik!

Auch ohne die­ser Lis­te wei­te­re mög­li­che Punk­te hin­zu­zu­fü­gen wird deut­lich, dass ein erfolg­rei­ches ERP-Pro­jekt nicht mit der Aus­wahl und der Imple­men­tie­rung abge­schlos­sen ist. Es beginnt dann erst rich­tig! Beach­tet man die­se Tat­sa­che nicht, stellt man nicht nur ein bis­her erfolg­rei­ches Pro­jekt in Fra­ge, gefähr­det ROI und ERP-Nut­zen, man ero­diert mög­li­cher­wei­se auch den Unter­neh­mens­er­folg. Und sicher kommt dann viel zu schnell die Fra­ge auf:
„Haben wir das rich­ti­ge ERP-Sys­tem gewählt?“

Produktionstrends in der Einzelfertigung

April 20, 2015

In den kom­men­den 10 bis 15 Jah­ren wird auch die Pro­duk­tion in der Ein­zel­fer­ti­gung sich ver­än­dern. … müssen! Wel­che Trends haben überhaupt einen Ein­fluss dar­auf und aus wel­chem Grund?

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Produktionstrends in der Einzelfertigung

April 20, 2015 . By con­da . Lea­ve Com­ment

PRO­DUK­TI­ONS­TRENDS IN DER EINZELFERTIGUNG
Her­aus­for­de­rung in der Gesell­schaft, Poli­tik und Wirt­schaft

In den kom­men­den 10 bis 15 Jah­ren wird auch die Pro­duk­tion in der Ein­zel­fer­ti­gung sich ver­än­dern. … müssen! Wel­che Trends haben überhaupt einen Ein­fluss dar­auf und wes­halb? Die aktu­elle Dis­kus­sion beschäf­tigt sich mit LCC-Sourcing, Lean Metho­den, Indus­trie 4.0, MES und Kenn­zah­len-Steue­rung, oder auch schon mit E³-Pro­duk­ti­on. Was man fälsch­li­cher­weise aber häu­fig unter Trend ver­steht, sind eben nicht die Din­ge und Ide­en, die gera­de „in Mode“ sind und viel­leicht bald von etwas Neu­em abge­löst wer­den. Die mit­tel– und lang­fris­ti­gen Fak­to­ren, die ganz beson­dere Bedeu­tung für die zukunfts­ori­en­tierte Ent­schei­dungs­fin­dung auch für das Unter­neh­men in der Ein­zel­fer­ti­gung haben, unter­lie­gen den Einflüssen und Ver­än­de­run­gen durch „Sozio­kul­tu­relle Trends“ und soge­nannte „Mega­trends“. Nicht nur Indus­trie 4.0 oder das zuneh­mend stei­gende Durch­schnitts­al­ter der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung in Deutsch­land (mit dem damit ver­bun­de­nen Man­gel an Fach­kräf­ten) spie­len eine Rol­le, wie ins­be­son­dere auch die VDI-Stu­die „Pro­duk­tion und Logis­tik in Deutsch­land – 2025“ zeigt. Die Bedeu­tung von Roh­stoff­knapp­heit, stei­gen­den Ener­gie­kos­ten, Cor­po­rate Soci­al Responsi­bi­lity, glo­ba­li­sier­ter Öko­no­mie steigt ste­tig. Durch sei­ne Akti­vi­tät auf welt­wei­ten Märk­ten erfährt der Ein­zel­fer­ti­ger eben­falls wach­sen­den Wett­be­werbs­druck. Um die­sem begeg­nen zu kön­nen, ist die indus­tri­elle Fer­ti­gung auf wirt­schaft­li­che Ver­zah­nung und effi­zi­ente Ver­net­zung in glo­ba­li­sier­ter Pro­duk­tion und Beschaf­fung ange­wie­sen. Die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen adres­sie­ren Poli­tik und Gesell­schaft glei­cher­ma­ßen. In der Wirt­schaft betref­fen sie Groß-Unter­neh­men genau­so wie Klein– und Mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men.

Trends! Ver­än­de­rung! Opti­mie­rung!
In den Bran­chen Maschi­nen– und Anla­gen­bau – beson­ders auch im Bereich der Ein­zel­fer­ti­gung – sowie Metall­ver­ar­bei­tung ist CON.DA bera­ten­der Part­ner für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men. Zur Absi­che­rung der Pro­fi­ta­bi­li­tät oder wenn die Unter­neh­mens-Effi­zi­enz schwin­det ana­ly­sie­ren wir Orga­ni­sa­tion, Metho­den und Pro­zesse, ent­wi­ckeln nach­hal­tige Kon­zepte und beglei­ten den Kun­den bei der Umset­zung. CON.DA baut in die­sen Berei­chen auf Erfah­rung, Know-How und Metho­den-Kom­pe­tenz. Ziel ist es, gemein­sam mit dem Kun­den die Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu ver­bes­sern, Ope­ra­tio­nal Excel­lence zu errei­chen und geeig­nete Werk­zeuge opti­mal ein­zu­set­zen. Dar­über­hin­aus beglei­ten wir als Con­sul­tant und Dienst­leis­ter Unter­neh­men bei der Aus­wahl von Soft­ware (ERP, CAD, PDM, DMS, etc.), unter­stüt­zen bei der Ein­füh­rung oder hel­fen bei in Not gera­te­nen Pro­jek­ten. Schon vor dem Start von Aus­wahl-Pro­jek­ten für eine neue Soft­ware oder wenn Soft­ware „in die Jah­re“ kommt, ist zudem ein Check der Sys­tem­land­schaft immer eine loh­nens­werte Inves­ti­ti­on.